Stellungnahme energie-wende-ja zu den Vorschlägen des Bundesrats zur Klimapolitik nach 2030

Der Bundesrat schlägt vor, neben Anreizen für Emissionsminderungen und einem neuen Rahmengesetz zur
CO2- Entnahme und -speicherung, die bisherige CO2-Lenkungsabgabe im Brennstoffbereich und die
Finanzierungsabgabe bei den Treibstoffen durch ein Emissionshandelssystem (EHS) zu ersetzen. Auf höhere oder neue Abgaben soll verzichtet werden.

Aktuell präsentiert sich die Situation bei der Entwicklung der Treibhausgase in der Schweiz so, dass wir uns in keinem der relevanten Bereiche von THG-Emissionen auf dem Zielpfad zu Netto-Null bis 2050 befinden. Werden die Landwirtschaft, die Zementindustrie und die KVA ausgeklammert, bestehen die grössten Defiziteim Mobilitätsbereich und beim Flugverkehr.

Antwort

Stellungnahme energie-wende-ja zum Bericht des Bundesrates zum Postulat 23.4152 «Weiterbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke ermöglichen» von SR Thiery Burkart, Mai 2026

Das vermeintliche Problem der Winterstromversorgung ist viel kleiner, als der Bericht des Bundesrates basierend auf veralteten Zahlen und Prognosen aus dem Jahr 2020 glauben machen will. Damit die Schweiz weiterhin Weltmeisterin der Versorgungssicherheit mit Strom bleibt, muss unser Fokus wie bisher beim raschen Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion, der Speicher und der Energieeffizienz liegen.

Rückblick: 5. Energiewende Veranstaltung, Samstag, 13. Juni 2026, smart-me AG, Risch-Rotkreuz

«Künstliche Intelligenz als Chance für die Energiewende»

Am 13. Juni 2026 fand bei der smart-me AG in Risch-Rotkreuz die 5. Energiewende-Veranstaltung des Vereins energie-wende-ja statt. Unter dem Titel «Chancen und Perspektiven der künstlichen Intelligenz / KI für die Energiewende» diskutierten Fachleute aus Wirtschaft und Technologie über die Rolle der künstlichen Intelligenz für die Energieversorgung der Zukunft.

Nach der Begrüssung durch Vereinspräsident Dr. Ruedi Meier gewährte David Eberli, Gründer und CEO der smart-me AG, spannende Einblicke in die innovativen Energiemanagementlösungen seines Unternehmens und zeigte auf, wie künstliche Intelligenz bereits heute in der Entwicklung und Optimierung von Energietechnologien eingesetzt wird. Ein anschliessender Rundgang durch die Produktions- und Entwicklungsräumlichkeiten vermittelte den Teilnehmenden einen praxisnahen Eindruck der technologischen Innovationen.

Stephan Moser von der Supercomputing Systems AG erläuterte in seinem Referat die wachsende Bedeutung von KI für die Energieversorgung. Er zeigte auf, wie intelligente Algorithmen die Integration erneuerbarer Energien, die Netzstabilität sowie die Effizienz des Energiesystems verbessern können, ging aber auch auf Herausforderungen wie den steigenden Energiebedarf von KI-Anwendungen ein.

Die engagierte Diskussion mit dem Publikum machte deutlich: Künstliche Intelligenz bietet grosses Potenzial, die Energiewende zu beschleunigen – vorausgesetzt, ihre Chancen werden verantwortungsvoll genutzt und die technologischen Entwicklungen mit nachhaltigen energiepolitischen Rahmenbedingungen begleitet.

Wir danken allen Teilnehmenden, Referierenden, Partnerorganisationen und der smart-me AG herzlich für ihre Gastfreundschaft, ihr Engagement und den inspirierenden Austausch.

Präsentationen vom Event

smart-me AG, innovatives cloud basierte Energiemanagement David Eberli, Gründer, CEO und Head of Software Development
Was ist der Beitrag der Firma «smart-me AG» zur Energiewende?
Wie setzt die Firma «smart-me AG» KI in der Entwicklung ein?


Supercomputing Systems AG (SCS), Die Bedeutung von KI für die Energieversorgung Stephan Moser, Head of Public Safety & Energy, SCS
KI-Technologien entwickeln sich rasant und finden in fast allen Bereichen des Lebens Anwendungen. Beschleunigt KI auch die Transformation des Energiesystems? Ein Überblick.

Protokoll Vereinsversammlung, 13.06.2026